Janet Mueller (*1975) lebt und arbeitet in Zürich

Mueller wurde in der ehemaligen DDR geboren. Vielleicht hat diese Kindheit in einer – im wahrsten Sinne – begrenzten Welt damit zu tun, dass ihre Kunst sich jeder Etikettierung, jeder Einordnung und auch jeder Kontrolle verweigert: sie ist instinktiv, in ihrem Wesen ursprünglich und frei. Sie entspringt dem Teil des Menschen, der sich von keinem System beherrschen lässt; sogar die Künstlerin selbst ist ihrem Drang zur Kunst in gewisser Weise ausgeliefert. «Ich kann nicht nicht gestalten» sagt sie, und so vergisst sie in Phasen intensiven Schaffens die Zeit und alles um sie herum und arbeitet bis zur körperlichen Erschöpfung. Sie taucht ein in welche Welt auch immer sich gerade vor ihr auftut, manchmal triggert ein gefundenes, weggeworfenes Objekt den Prozess, manchmal ist es eine Struktur oder Haptik, die ergründet werden will oder es ist eine Technik, von der Mueller nicht mehr lassen kann, bis sie alle Spielarten ausprobiert hat. Was sich wie ein roter Faden durch ihre Werke zieht, ist eine fast schon kindliche Neugier und Offenheit, eine fragende Herangehensweise gepaart mit einem Instinkt für Proportionen und minimalistische Ästhetik – eine Kombination, die jedem Werk eine intuitive, sinnliche Zugänglichkeit verleiht. (Michéle Roten)


Ausstellungen (Auswahl)
2019    Strong Voices (Kunstraum Waldhaus, Zürich)
2018    untitled (Galerie 94, Baden)
2017    In Bewegung (Sihlhalle, Zürich)
2016    Kölner Liste (Köln,DE)
2015    Bildwelten 9 (Kunstraum R57, Zürich)


Frauengeschichten, Tusche, Auarellpapier, 60x80 cm, 2018
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Kategorien: Artists

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