30. August 2018 – Vernissage – 18-21 Uhr
31. August – 22. September 2018 / Freitag 14-19 Uhr + Samstag 11-16 Uhr oder nach Vereinbarung


Akryl
Tasnim Baghdadi
Dérick Moulin
MEYK & SYBZ
Aramis Navarro


Röschtigraben – ein imaginärer Graben zwischen der deutsch- und französischsprechenden Schweiz, der seit Jahrzehnten im kollektiven Gedächtnis der Schweizer Bevölkerung verankert ist.

Durch solche mentale Abgrenzungsillusionen verschaffen wir uns tagtäglich künstliche Grenzen, die uns daran hindern die Welt so wahrzunehmen, wie sie wirklich ist.

Wo ziehen wir unsere Grenzen? Sind wir in unseren selbst erschaffenen Grenzen gefangen?
Oder sind wir doch alle miteinander verbunden?

Hitzige und aktuelle Themen wie Ausgrenzung, Ausschaffung, Immigration und Eingliederung stehen in den Schlagzeilen immer wieder an vorderster Front. Ist es wirklich immer noch nötig die Grenzen so hart und kleinlich zu ziehen, obschon wir in einer Welt leben, in der Globalisierung sowie internationale und überkontinentale Vernetzung an der Tagesordnung sind?

Wenn man nämlich ganz genau hinschaut, ist dieser Graben sowie Kantons- und Landesgrenzen schon längst überholt. Grenzen werden immer verworrener, wenn deren Inhalt genauer betrachtet wird. Trotz allen Grenzen sind wir alle einfach Menschen.

Röschtigraben – eine Metapher zur Aus- und Eingrenzung, die der Kunstraum Waldhaus in seiner dritten Ausstellung kreativ veranschaulichen möchte. 
Die teilnehmenden Künstler wurden nicht zuletzt bewusst und thematisch ausgewählt. Sie widerlegen nämlich, angesichts ihrer eigenen Herkunft und ihrem aktuellen Arbeitsort, die Metapher des Röschtigrabens offensichtlich.
 Beispielsweise klingt der Nachname eines Künstlers Französisch, er hat aber Schweiz-Brasilianische Wurzeln. Eine Künstlerin mit ist in Köln geboren, lebt und arbeitet zurzeit in Fribourg.

Momentan wohnen die ausstellenden Künstler in der ganzen Schweiz verteilt: Lausanne, Fribourg, St. Gallen, Zürich und Aargau. Ihre Wurzeln reichen aber weit über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus.

Die Vielfalt ist in allem innewohnend, ob wir wollen oder nicht!

So fällt auch der ästhetische Ausdruck der Kreativität jedes einzelnen Künstlers unterschiedlich aus. Malerei trifft auf graphische Elemente. Präzise Linien und viel Detailreichtum offenbaren die Qualität der repräsentierten Künstler. Wir sind gespannt wie visuelle Dichtkunst den Bogen zur Thematik der Ausstellung spannen wird!

Der Titel Röschtigraben ist zwar provokativ gewählt, soll aber Raum für eine Prise Humor und Selbstironie sowie viel Interpretation lassen. Zur Saisoneröffnung erwartet uns die nächste spannende Gruppenausstellung im Kunstraum Waldhaus.
 Die Ausstellung findet vom 30. August bis zum 22. September statt. Wir freuen uns die teilnehmenden Künstler erstmalig im Kunstraum willkommen zu heissen: Akryl, Tasnim Baghdadi, MEYK & SYBZ, Dérick Moulin und Aramis Navarro.